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Länderinformationen Kolumbien

Willkommen in Kolumbien, einem der artenreichsten Länder weltweit. Üppige Landschaften, vielfältige Fauna, kristallblaues Meer, bunte Städte und lebensfreudige Menschen erwarten Sie. Unternehmen Sie Touren durch den Dschungel, entdecken Sie einen der vielfältigen Nationalparks oder besuchen eine Kaffeeplantage inmitten der malerischen Kaffeezone. Lassen Sie sich treiben durch die Gassen der Kolonialstädte, wandern Sie durch die Anden, schwimmen im Pazifischen Ozean oder genießen die Sonne an der Karibikküste. Entdecken Sie die artenreiche Flora und Fauna. Kolumbien erwartet Sie!


Lage-Wo liegt Kolumbien?

Kolumbien liegt im Nordwesten Südamerikas inmitten der Tropen. Als viertgrößtes Land Südamerikas hat es sowohl Zugang zur Karibikküste, als auch zum Pazifischen Ozean. Das Land grenzt im Nordwesten an Panama, im Nordosten an Venezuela, im Osten an Brasilien und im Süden an Peru und Ecuador. Die Anden, welche ganz West Südamerika durchziehen, sind in Kolumbien in drei Gebirgsstränge gespalten. Die West-, Zentral- und Ostkordillere. Im Knoten (Nudo) von Pasto (Südkolumbien) vereinigen sich die drei kolumbianischen Gebirgsstränge und verlaufen fortan in Ecuador nur noch in zwei Strängen weiter, den West und Ostkordilleren. Durch die eingeschlossenen Täler weist das Land vielfältige Klimazonen auf.

Touristisch gesehen ist das Land somit vielseitig: Es bietet karibische Traumwelten mit sonnigen Palmeninseln an der Atlantikküste und versteckte Badestrände und Dschungel-Naturreservate an der regenreichen Pazifikküste. Kolumbien fasziniert mit der Aktivitäten reichen Bergwelt der Anden, den Urwäldern am Amazonas und den Orinoco-Ebenen mit Wäldern, Savannen, Tafelbergen und Flüssen. Städtereisen zu den modernen Metropolen von Bogotá, Cali, Cartagena und Medellín, sowie historischen Altstädten und verträumten Kolonialdörfern sollten bei einem Besuch von Kolumbien nicht fehlen.


Einreisebestimmung- Was muss ich für meine Einreise nach Kolumbien beachten?

Visa

Für die touristische Einreise, benötigen Sie für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum. Ihr Reisepass muss mindestens für die Dauer des Aufenthalts gültig sein. Es empfiehlt sich, bei der Einreise  ein Rückreiseticket vorzulegen, um eventuelle Schwierigkeiten zu vermeiden.

Impfungen

Für die Einreise von Deutschland nach Kolumbien sind keine Impfungen verpflichtend vorgeschrieben. Jedoch ist es ratsam sich vor Reiseantritt gegen Hepatitis A und Gelbfieber zu impfen. Ebenso herrschen in Kolumbien erhöhte Fallzahlen von Masern.


Klima-Wie ist das Klima in Kolumbien?

Kolumbien liegt inmitten der Tropen. Statt eines Jahreszeitenklimas, herrscht hier ein Tageszeitenklima vor. Dies bedeutet, die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind stärker, als die entlang des Jahres. Als Sommer, werden hier vor allem die Monate der Trockenzeit von Dezember bis März und Juli bis August bezeichnet. Als Winter, die Monate der Regenzeit von April bis Juni und September bis November. Aufgrund der verschieden Höhenlagen des Landes variieren die Temperaturen jedoch je nach Region. Nachts kann es in den Andenkordilleren recht kühl werden.

Knapp 80% des Landes ist eine Flachlandebene. Hier herrscht ein warmes tropisches Klima bei Temperaturen von über 25 °C vor. Im Hochland auf einer Höhe von 1.000 bis 2.000 m ist ein gemäßigtes Tropenklima mit frühlingshaften Temperaturen von 17-24 °C Grad. Ab einer Höhe von 2.000 m sinken die Temperaturen auf bis zu 12 °C . In den Bergregionen von 3.000 bis über 5.000 m finden Sie alpines Klima mit niedrigen Temperaturen unter 10 °C und unter 0 °C vor. Der Pico Simón Bolívar und der Pico Cristóbal Colón in der Sierra Nevada de Santa Marta und sind mit 5.775 m die höchsten Gipfel von Kolumbien. Bedenken Sie, dass es nicht nur in den Bergregionen, sondern auch im Dschungel kalt werden kann. Insbesondere nachts werden in den Monaten Juli bis August niedrigere Temperaturen (16-18 °C) erreicht.


Beste Reisezeit- Welcher Monat eignet sich am Besten für eine Kolumbienreise?

Kolumbien ist eine ganzjährige Reisedestination. Die beste Reisezeit des Landes erstreckt sich jedoch vor allem auf die Monate der Trockenzeit. Diese ist von Dezember bis März und den Monaten Juli und August. Sie ist durch den geringeren Niederschlag gekennzeichnet. In der Regenzeit können je nach Landesteil Niederschlagsfolgen wie überschwemmte Wege, Erdrutsche und Tropenstürme die Reiseaktivitäten einschränken.

Für Reisen in eine spezifische Region des Landes, können sich einige Monate zudem besser eigenen als andere. Die nördliche Pazifik Region ist ganzjährig regenreich. Etwas geringer fällt dieser hier von Dezember bis April aus. Der Südliche Pazifik ist am sonnigsten von Juni bis September. Wenn Sie an Walbeobachtungen im Pazifik interessiert sind, eignen sich die Monate Juli bis November. Das Amazonas Gebiet ist ganzjährig heiß und feucht. Auch hier bieten sich die Monate Juli und August mit etwas geringerem Niederschlag am besten an. Die Anden sind ganzjährig beindruckend, jedoch einfacher und sicherer in den Trockenzeiten zu bereisen.


Kleidung- Was sollte ich für eine Reise nach Kolumbien einpacken?

In den meisten Teilen des Landes empfiehlt es sich, leichte Kleidung zu tragen. Für den Abend sollte jedoch ein Pullover und wärmere Kleidungstücke nicht fehlen. Für einen Besuch im Regenwald ist lange, atmungsaktive Kleidung ratsam. Zu ihrer Reiseausstattung nach Kolumbien sollten des Weiteren auf jeden Fall eine Regenjacke, sowie Sonnenschutz gehören. Von auffälligem und teurem Schmuck ist abzusehen.


Küche- Welches Gericht sollte ich in Kolumbien probieren?

Die meisten Gerichte haben eine Vorspeise „Entrada“ und das Hauptgericht „Segundo“. Als Vorspeise werden häufig Suppen serviert. Absolute Klassiker in Kolumbien, welche Sie sich nicht entgehen lassen sollten, sind die Eintopf Gerichte „Ajiaco“ und „Sancocho“. Ajiaco ist eine gehaltvolle Hühnersuppe mit Kartoffeln und Mais. Sancocho ist ein leckerer fleischhaltiger Eintopf mit Gemüsesorten, Mais, Kartoffeln und Maniok.

Die Kolumbianische Küche, abhängig von der Region, kennzeichnet sich durch viel Fleisch und Fisch. Ein Großteil der Gerichte wird mit Reise serviert. Des Weiteren sind Kochbanane (Platano), Kartoffeln, Avocado, Bohnen und Mais ein fester Bestandteil vieler Speisen. Für Snacks und Streetfood, empfehlen wir Arepas, runde nahrhafte Maisfladen, die in Kolumbien, Venezuela und Panama traditionell zu fast allen Mahlzeiten verzehrt werden. Auf Wunsch werden sie mit Avocado, Zwiebeln, Hühnchen oder Fleisch befüllt. Traditionell werden die Arepas aus geschältem Mais zubereitet, zunächst eingeweicht, aufgekocht, gemahlen und zu einem Teig geknetet und auf der heißen Herdplatte beidseitig gebacken. Heutzutage werden jedoch auch vorgekochte Maismehle dafür verwendet. Empanadas hingegen sind Teigtaschen aus Mais oder Weizenmehl, welche vegetarisch oder fleischhaltig befüllt entweder im Ofen gebacken (al horno) oder fritiert (fritado) werden.

Daneben kann Kolumbien eine Vielzahl leckere exotische Früchte bieten. Frische Säfte, „Jugos“, gehören fest zum Alltag und sind überall günstig zu bekommen.


Highlights- Was sollte ich mir in Kolumbien nicht entgehen lassen?

Kolumbien ist ein Land voll beeindruckender Natur, außergewöhnlichen Naturschauspielen, wunderschönen Ortschaften, pulsierenden Städten und weiten Landschaften. Im Folgenden geben wir Ihnen eine Auslese an Höhepunkten, welche Sie nicht auf ihrer Kolumbienreise verpassen sollten!

Städte und Dörfer – Die Vielseitigkeit Kolumbiens

Bogota: Mit 9 Millionen Einwohner begeistert die kosmopolitische Metropole Bogota auf einer Höhe von 2.680 Metern ü.d.M. Sowohl Bogota, als auch das nahe Umfeld hat viel zu bieten. Von Kolonialbauten, über Kathedralen, begeistern die Straßen Kolumbiens mit bunten Gebäuden, der Sierra Nevada de Santa Marta und sind 5775 m hoch und ausgelassenem Treiben. Besonders schön sind die Viertel la Candelaria und Chapinero. Diese bieten nicht nur eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, Museen, Cafés, Restaurants und Nachtleben inmitten bunter Gassen, sondern gelten auch als sicherste Viertel in der Millionen-Hauptstadt. Sehr lohnenswert ist ein Besuch im „Museo de Oro“. Das Goldmuseum ist das größte seiner Art und stellt über 35.000 prachtvolle Goldfundstücke aus der präkolumbischen Zeit aus.

Wer von dem Großstadtreiben abschalten möchte, kann zwischen einer Vielzahl an Tagesausflugszielen wählen. Umgeben ist Bogota von grünen Waldflächen und dem Hausberg Cerro de Monserrate. Diesen können Sie erwandern oder mit der Seilbahn erreichen und die prachtvolle Aussicht über Bogota genießen. Insbesondere am Abend bietet er ein sehr beeindruckendes Spektakel.

Etwa 70 Kilometer nördlich von Bogota, liegt auf einer Höhe von 3.000 Metern die Guatavita Lagune. Diese ist ein kreisrunder smaragdfarbener Bergsee, umworben von vielen Sagen und spannenden Geschichten rund um „El Dorado“. Guatavita beflügelte die Goldgier der Spanier in Kolumbien. Ganz in der Nähe der Lagune befindet sich der Ort Zipaquirá mit seiner sehenswerten Salzkathedrale. Nicht weit entfernt liegt das authentisch erhaltene Dorf Villa de Leyva. Des Weiteren liegen in der Nähe Bogotas artenreiche Nationalparks, wie der Chiacaque Nationalpark, welcher mit seinen Wasserfällen und weiten Aussichten das Wanderherz beglücken.

Medellin: liegt inmitten des Aburrá Tal, umgeben von grünen Hügeln und Bergen. Die Stadt im Nordwesten des Landes beherbergt 2,6 Millionen Einwohner und empfängt seine Besucher ganzjährig mit frühlinghaften Temperaturen. Medellin hat eine umfangreiche Stadtgeschichte hinter sich; die Stadt steht heute jedoch für Innovation und die gelungene Vereinigung von Moderne und Tradition. Besuchen Sie eines der vielen sehenswerten Museen und entwickeln Sie ein Verständnis für den Wandel des Landes. Viertel und Parkanlagen bieten geselliges Treiben und laden zum Schlendern und Verweilen ein. Mit der Seilbahn erreichen Sie einen der vielen Aussichtspunkte. Egal ob ein Besuch von Botanische Gärten, dem Schloss oder dem Bibliothekspark, Zipline oder Mountainbiking oder Ausritt auf dem Pferd vor der Stadt, den Aktivitäten vor Ort sind kaum Grenzen gesetzt.

Medellin gilt als hervorragender Ausgangspunkte zum Besuch authentischer Dörfer in naher Umgebung und zum Kennenlernen der Kaffeekultur. Starten Sie von hier aus nach Guatape um „El Penol“ zu besuchen und die Aussicht auf die Seenlandschaft zu genießen. Drei Stunden westlich von Medellin befindet sich das Naturreservat Cañón Del Río Claro, ein Ort, welcher gleichermaßen Erholung und Spiritualität, wie auch Abenteuer und Wildwasserrafting zu bieten hat. Im August findet die „feria de las flores“ statt, ein traditionsreiches Blumenfestival mit diverseren Ausstellungen, Festzügen und Konzerten. Es gilt als wichtigstes gesellschaftliches Ereignis der Stadt.

Cartagena de Indias: ist eine Hafenstadt im Norden Kolumbiens. Eine Perle an der karibischen Küste mit ganzjährig tropischen Temperaturen zwischen 25-30 °C. Zurecht ist sie die meistbesuchte Stadt Kolumbiens. Geschichte und Kultur werden hier wunderbar vereint. Das gesamte historische Zentrum Cartagenas ist von einer 13 Kilometer langen beeindruckenden Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert umrundet. Bunte Fassaden, prachtvolle Kolonialbauten und enge Gassen mit Pflastersteinen zieren die Altstadt. Die UNESCO hat sie bereits 2004 zum Weltkulturerbe ernannt. Rund 900.000 Einwohner beheimatet Cartagena.

Ein Mix aus einheimischer, afrikanischer und europäischer Kultur schaffen in Cartagena eine besondere Atmosphäre und vielfältige Kulinarik. Abseits des historischen Zentrums begeistert das künstlerisches Studentenviertel Getsemani mit vielen Gastronomie und Ausgehangeboten. Eine Vielzahl an Plazas laden zum Verweilen und Eintauchen in das gesellige Treiben ein. Neben dem historischen Teil der Stadt, gibt es ebenso einen pulsierenden neuen Teil mit Skyline und allem was dazu gehört. Traumhafte Strände und nahegelegen Inseln runden die Attraktionen der Stadt ab. Lassen Sie sich hier nicht unsere Ausflüge per Bike, Boot, Pferd und zu Fuß und Aktivitäten in und um die Stadt entgehen bitte verlinken

Leticia: Leticia ist die wohl abgelegenste Stadt im Länderdreieck mit Brasilien und Peru. Die Stadt mit rund 40.000 Einwohnern ist ein heiß begehrter Ort, der als Ausgangspunkt für Exkursionen in den Regelwald des Amazonas dient. Zu erreichen ist Leticia nur mit dem Flugzeug. Kilometerweiter undurchdringbarer Dschungel verhindern die Anreise auf dem Landweg. Trotz der abgeschiedenen Lage, verfügt die Dschungelstadt über eine umfangreiche touristische Infrastruktur.

Starten Sie vor Ort mit Ihrem Guide zu einer beeindruckenden Tour in den Regenwald, mit seiner vielfältigen Flora und Fauna. Schippern Sie auf dem Amazonas und besuchen Sie die Urwaldgemeinde Puerto Nariño. Die Lokalen Ethnien vor Ort haben hier ein beeindruckendes Umweltkonzept entwickelt. Beobachten Sie Rosa-Flussdelphine, erleben Affen aus nächster Nähe auf der Isla de los Monos, erfahren Sie mehr über die indigene Kulturen, erwerben Sie deren Kunsthandwerk, besuchen Sie eine Wildauffangstation, gleiten Sie beim Canopying zwischen den Bäumen des Nationalpark Amacayu (entlang abenteuerlustiger Hängebrücken) oder setzten Sie über nach Santa Rosa in Peru.

Barichara: sieht heute dank des Schutzes als Weltkulturerbe noch genauso authentisch wie vor 300 Jahren aus. Das kleine Städtchen liegt im Norden Kolumbiens in der Region von Santander, nahe San Gil. Der Ruf des schönsten Dorf Kolumbiens eilt ihm voraus. An jeder Straßenecke können Sie koloniale Gebäudeschönheiten entdecken, während Sie durch enge Gassen schlendern. Ein Besuch von Bariachara bildet ein wunderbares Kontrastprogramm zum Trubel der Großstadtmetropolen. Wer möchte, kann entlang des herrlichen Panoramawegs von Barichara in das nahgelegen Dorf Guane spazieren oder sich zum Aussichtpunkt Salto del Mico aufmachen.

Villa de Leyva: Villa de Leyva ist eine sehenswerte Kleinstadt im Zentrum Kolumbiens. Inmitten der Anden umfängt Sie das malerische Städtchen mit angenehmen Temperaturen vor einer spektakuläreren Kulisse der Berglandschaft. Villa de Leyva hat den größten Hauptplatz, die „Plaza Mayor“ des Landes und begeistert mit charmanten Bauten, einladenden Gassen, Kopfsteinpflaster und vielen romantischen Cafés und Restaurants. Wer noch mehr möchte, sollte das aufschlussreiche Paläontologische Museum besuchen oder die Architektur des nahgelegen Terrakotta Haus bestaunen. Über der Stadt thront eine Christo Staue, dessen Besuch Sie mit einer herrlichen Aussicht über die Stadt und die umliegende Umgebung belohnt. Ein lohnenswerter Ausflug führt zu dem 8 km von Villa de Leyva entfernten Dominikanerkloster „Santo Ecce Homo“ aus dem 17. Jahrhundert. Empfehlenswert ist ebenfalls der Archäologischer Park von Monquirá, im Volksmund auch "El Infiernito" genannt, eine präkolumbianische Stätte, nur die 5 km von Villa de Leyva entfernt. 30 phallusförmige Steinsäulen sind nach archäologischen Untersuchungen mindestens 2.200 Jahre alt, die laut Anthropologen für Kulte und Fruchtbarkeitsrituale bestimmt waren. Andere sahen darin ein astronomisches Observatorium, das den Beginn der Sommer- und Winterperiode anzeigte.

Nationalparks und Inseln- Die beeindruckende Biodiversität Kolumbiens

Kolumbien weist eine enorme Biodiversität auf. Knapp 10% der weltweiten Artenvielfalt sind in Kolumbien Zuhause. Daher ist es wenig verwunderlich, dass Kolumbien eine Vielzahl an Nationalparks aufweist, welche von Berglandschaften, über Küstengebiete und Inseln, bis hin zu großen Teilen des Regenwalds reichen. Im Folgen stellen wir Ihnen einige unserer Favoriten vor:

Tayrona Nationalpark: Ganz im Norden Kolumbiens befindet sich der Tayrona Nationalpark. Raue Natur, karibische Strände, Dschungel und Palmen, alles vereint in einem. Der Tayrona Nationalpark, zwischen der kolumbianischen Karibikküste und dem Gebirge Sierra Nevada, wartet mit den schönsten Stränden des kolumbianischen Festlands auf, die jedoch aufgrund von starken Unterströmungen zum Schwimmen nur mit Einschränkungen geeignet sind. Gut ausgebaute Wanderwege führen durch den üppigen Urwald, Lebensraum für tropische Pflanzen, bunte Papageien und Affen. Mit Ihrem Guide können Sie tiefer in den Dschungel eintauchen und auf den Spuren der indigenen Tayrona wandeln. Hier finden Sie die legendäre „Verlorene Stadt“, El Pueblito Chairama“ die einst von den Tayrona Indianern bewohnt war.

Isla Gorgona: ist eine Naturperle im pazifischen Ozean! Eine Hauptinsel, sowie vier Nebeninseln bilden das Festland des Gorgona Nationalparks, zu dem zusätzlich ein großer maritimer Bereich zählt. Exotisch, tropisch und geheimnisvoll liegt Gorgona gerade mal 30 Km von dem kolumbianischen Festland entfernt und kann mit dem Boot von Guapi aus erreicht werden. Wissenschaftler und Reisende begeistert Gorgona mit ihrer reichen Flora und Fauna. Aufgrund langjähriger Isolation konnten sich hier einzigartige Arten entwickeln und Schutz finden. Unter anderem leben auf der kleinen Insel  über 150 Vogelarten, Eidechsen, Schlangen und Affen. Vor der Küste Gorgonas halten sich Meeresschildkröten, Fischschwärme, Muränen und Delphine auf. Zwischen Juli und September erreichen Buckelwale aus der Antarktis das Naturparadies, um hier zu paaren, zu gebären und ihre Jungen aufzuziehen. Korallenriffe bieten zudem traumhafte Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln. In der Vergangenheit diente Gorgona als Gefängnisinsel, dessen Ruinen heute bei einer Wanderung mit Guide über die Insel entdeckt werden können. Ein besonders schöner Strand ist die Playa Palmera, welcher die tropische Biodiversität der Insel gut wiedergibt. Gorgona kann sowohl als Tagesausflug, als auch für mehrere Tage von Natur- und Ökotouristen besucht werden.

Nationalpark Sierra Nevada del Cocuy: Die Sierra Nevada del Cocuy gehört zu den wichtigsten Gebirgen Kolumbiens. Sie erstreckt sich auf zwei parallel verlaufenden Gebirgszügen und steht als Nationalpark Sierra Nevada del Cocuy unter Naturschutz. Eindrucksvolle Berglandschaften, atemberaubende Aussichten, weite Landschaft und Gletschernaturschauspiele sind die Highlights. Aufgrund des Klimawandels, sind jedoch heute, im Vergleich zu vor 130 Jahren, nur noch 10% der ursprünglichen Gletschermasse erhalten. Ausgangspunkte für ein- oder mehrtägige Wanderungen sind die Bergdörfer El Cocuy und Guican. Eine Vielzahl an schneebedeckten Berggipfeln konkurrieren um die höchste Spitze von bis zu über 5000 Höhenmetern. Wunderschöne Bergseen wie die Laguna Grande de la Sierra, Los Verdes oder El Avellana bezaubern mit ihrem klaren, blauen Wasser. Das Trekking im Nationalpark ist von Dezember bis März zu empfehlen. Darüber hinaus bieten sich nach einer ausgiebigen Wanderung die heißen Quellen nahe Guican zum Entspannen an und in einer der Berghütten der Genuss einer traditionell heißen Schokolade mit Käse.

San Andres: San Andres ist das Karibikparadies Kolumbiens! Die Insel besticht mit ihren weißen Stränden, kristallblauem Wasser und Kokospalmen. Rund 700 km entfernt vom kolumbianischen Festland liegt San Andres inmitten der Karibik. Ihre natürlichen Gegebenheiten laden zum Baden, Spazieren und Erkunden der Insel, sowie nahen Ausflugszielen mit dem Boot ein. Entspannte Reggae Rhythmen, Salsa Abende, Einkaufspromonaden, Restaurants und Bars runden die Aktivitäten vor Ort ab. San Andres verfügt über eine gut ausgebaute Touristische Infrastruktur und ist ideal für alle, die Sonnenbaden am Meer mit etwas Trubel und Aktivitäten kombinieren möchten. Mieten Sie sich einen Roller und erkunden die Schönheit der Insel auf eigene Faust. Schwimmen Sie mit Haien, besuchen die sagenumworbene Piratenhöhle und bestaunen die Unterwasserwelt. San Andres ist bekannt für seine Farbprächtigen Korallenriffe welche zum Tauchen und Schnorcheln einladen. Darüber hinaus gibt es Mangrovenlandschaften, zermürbtes Vulkangestein, Botanische Gärten und Aquarien.

Providencia: Wer den Rummel von San Andres vermeiden möchte, sollte die 90 km nördlich von San Andres gelegene Insel Providencia besuchen. Providencia ist 7 km lang, 4 km breit und weist eine Fläche von 17 km² auf. In den letzten Jahren ist die Zahl der Touristen auf der Insel deutlich gestiegen, da ihr Ruf, ein Taucher- und Schnorchelparadies zu sein, den Besucher anziehen.

Einzigartig in Kolumbien- Welche Sehenswürdigkeiten sind einmalig in Kolumbien?

Das Kaffeedreieck: Kolumbien ist weltweit der drittgrößte Kaffeeproduzent; somit ist es wenig verwunderlich, dass Sie eine berauschende Kaffeekulturlandschaft vor Ort erwartet. Inmitten des Andenhochlands mit warmen, feuchtem Klima liegt die malerische Kaffeezone, welche sich aus den Regionen Caldas, Risaralda und Quinidio bildet. Verbindet man diese miteinander, erhalten Sie das „Kaffeedreieck“. Hier erwarten Sie traditionelle Kaffeeplantagen soweit das Auge reicht, Kaffeeröstereien, Wanderungen und Reitausflüge. Genießen Sie auf der Veranda einer Kaffee-Finka einen Kaffee inmitten fesselnder Natur und erleben die Kultur des Kaffees in seinem vollen Umfang.

Valley de Coroca: Inmitten der Kaffeezone befindet sich, eingebettet in einer artenreichen Flora und Fauna, ein einmaliges Naturhighlight, die Cera Wachspalmen. Mit einer Höhe von bis zu 60 m zählen sie zu den höchsten Palmen der Welt. Graslandschaften und Nebelwald laden zu Wanderung im Coroca Tal ein. Von kleinsten Kolibris, bis hin zu riesigen Andenkondoren und bunten Tukanen, finden zahlreiche Vögel in diesem Schutzgebiet ihr zu Hause. Das Valley de Coroca ist Teil des beliebten Nationalpark Los Nevados. Ausgangspunkt zur Besichtigung der Cera Palmen ist vor allem die kleine sehenswerte Kolonialstadt Salento.

Piedra del Peñol: Der Piedra del Peñol oder auch Fels von Guatape genannt, ist ein bizarrer Granitfels in der Region Antioquia, zwischen den Gemeinden Guatape und El Peñol. Mit einer Höhe von 220 Metern bietet er einen prachtvollen Panoramablick über die umliegende Seenlandschaft. Um den Fels zu erklimmen, bedarf es den Aufstieg von hunderten von Treppenstufen. Der Besuch von dem Piedra del Peñol kann mit einer Bootstour auf dem Guatape Stausee sowie der Besichtigung von Guatape, mit seinem farbenfrohen kunstvollen historischen Zentrum verbunden werden. Guatape liegt etwa 2 Stunden von Medellín entfernt.

San Augustin: San Augustin ist eine der bekanntesten Reiseziele im Süden des Landes. Die beindruckende Archäologiezone wurde 1875 entdeckt und nach ihrem Fundort benannt. Sie zeigt die Bildhauerkunst der San Augustiner Kultur mit über 300 Statuen, welche noch immer von Rätseln umgeben sind und viele Fragen über die Ureinwohner aufwerfen. Herausstechend sind dabei, die teils mehrere Meter hohen steinernen Darstellungen von Menschen, Tieren, Göttern und Dämonen. Diese haben  sich stark im Laufe der Zeit von abstrakten Gestalten hin zu realistischen Abbildern gewandelt. Die bemerkenswerte Fundstätte ist seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe. Ein Besuch in San Augustin kann gut mit einem Besuch des Puracé Nationalparks, der wunderschönen weißen Kolonialstadt Popayan, sowie dem magischen Andendorf Silvia (Sylvia).

Silvia: der authentische Markt in der Cauca-region, wo Sie die uralten Traditionen einer tausendjährigen Kultur der Misak, auch bekannt als Guambianos erkunden können. In deren Glaubensvorstellungen sind Erde und Wasser heilig. Die Misak bewohnen eine fruchtbare Erde, die die Grundlage ihrer Wirtschaft und Weisheit bildet, die in den Farben ihrer Kleidung dargestellt wird. Mit ihren landwirtschaftlichen Produkten bereichern sie den traditionellen Bauernmarkt und machen ihn zu einem exotischen und farbenfrohen Erlebnis. Auf dem Markt wird alles verkauft, von landwirtschaftlichen Produkten wie Panela (gemahlener Rohrzucker), Kaffee, Gemüse, Mais, Bohnen und Quinoa, bis hin zu typischen lokalen Textilien. Die einheimischen Frauen verkaufen auf dem Platz ihre Kreationen, handgemachte Kunstwerke wie Kleidungsstücke aus Wolle wie Rucksäcke, Ponchos und Decken, deren Formen und Farben Figuren der Originalkunst bilden, verbunden mit Gerüchen, die uns in die ländliche Umgebung versetzen. Diese Frauen haben ihre traditionelle Web- und Spinntechniken ihrer Vorfahren bewahrt.

Tierraadentro: Wer die Archäologiezone von San Agustin, die Stadt Popayan und den Markt von Sylvia (nur dienstags) besucht, sollte sich einen Extra-Tag für den Besuch von Tierraadentro einplanen, einem Top-archäologischen Reservat, das 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Es befindet sich ebenfalls im Departamento Cauca, in der Nähe der Gemeinden Belalcázar und Inzá. Erkunden Sie mit uns die Geheimnisse von Tierradentro, einer der größten Nekropolen der Welt, versteckt im Herzen von Kolumbien.

Santuario de las Lajas: eine atemberaubende Basilika im Süden des Landes, im Department Nariño nahe der Grenze zu Ecuador. Sie dient als Wallfahrtsort und begeistert mit ihrer Schönheit und detailverliebten Architektur im neugotischen Stil. Die Basilika ist aus flachem Sedimentgestein erbaut, welches an Schiefer erinnert. Der Santuario de las Lajas liegt in der Schlucht des Flusses Guáitara, inmitten einer eindrucksvollen Kulisse. Bei Dämmerung wird die Wallfahrtskirche prachtvoll beleuchtet und bietet ein weiteres eindrucksvolles Spektakel.

Caño Cristales: ist ein Fluss in der Macarena Gebirgskette, in der gleichnamigen Gemeinde, im Departement Meta. In der Zeit zwischen Juli und November imponiert er mit einer vielfältigen Farbenpracht, welche ihn wie einen flüssigen Regenbogen erscheinen lässt. Der Fünf- Farbenfluss begeistert je nach Sonneneinstrahlung mit einem märchenhaften Naturschauspiel in bunten Farbtönen in Gelb, Rot, Blau, Schwarz oder Grün. An einigen Stellen kann in dem frischen Wasser des Flusses gebadet werden.


Wissenswertes vor Ort

Sprache- Was spricht man in Kolumbien?

Die offizielle Landessprache in Kolumbien ist Spanisch, was in Süd Amerika „Castellano“ genannt wird. Den Kolumbianern wird das deutlichste und am besten zu verstehende Spanisch nachgesagt. Neben Spanisch spricht ein kleiner Teil der Bevölkerung indigene und kreolische Sprachen. Die Kommunikation auf Englisch ist nur sehr bedingt möglich. Hingegen zu Deutschland, wird in Kolumbien stark gestikuliert, sodass eine Verständigung auch ohne Worte nahezu möglich ist ;)

Währung- Ist Kolumbien teuer?

In Kolumbien wird mit dem Kolumbianischen Peso (COP) gezahlt. Banknoten werden hier in tausender Einheiten ausgegeben: 1000, 2000, 5000, 10.000, 20.000 und 50.000. Zum Verständnis des Verhältnis: Ein einfaches Mittagmenü im Restaurant kostet 6.000-12.000 COP. Das entspricht 1,50-4 Euro. Münzgeld gibt es auch in kleineren Einheiten. Lassen Sie sich bei Preisen nicht von dem Dollarzeichen irritieren. Dieses wird gängiger Weise in Kolumbien für Preisangaben in Peso genutzt.

Geld abheben können Sie mit gängigen EC- und Kreditkarten am Automaten, aus Sicherheitsgründen im Inneren der Bankgebäude. Achten Sie bei Automaten im Freien darauf, dass diese keine Beschädigungen aufweisen. Am besten heben Sie Geld am Tag ab. Viele Automaten bieten ein Abhebungslimit, es empfiehlt sich auch nicht mit großen Mengen an Geld herumzulaufen, da die Preise für den täglichen Bedarf niedrig sind. Geldwechseln können Sie in den Geldwechselstuben „Casa de Cambios“. Vom Wechseln auf der Straße ist abzuraten. Unsere Guides und Scouts sind Ihnen vor Ort gerne behilflich.

 

Stromversorgung- Brauche ich einen Adapter?

Zur Nutzung der Steckdosen in Kolumbien brauchen Sie einen Adapter. Während in Deutschland Steckdosen des Types C und F mit 2 runden Öffnungen verwendet werden, haben kolumbianische Steckdosen 2 oder 3 Schlitze des Types A und B. Deutsche Stecker können ohne Adapter nicht verwendet werden.

Hinzukommend beträgt die Netzspannung in Kolumbien 110 Volt bei einer Frequenz von 60Hz. In Deutschland liegt sie bei 230V zu 50Hz. Ladegeräte für Handy, Laptop und Tablet sind in der Regel für einen Input von 100-240V, 50/60 Hz geeignet und somit international nutzbar. Überprüfen Sie dies mit Hilfe des Etiketts oder ihrer Gerätenummer. Andernfalls benötigen Sie einen Spannungswandler, um Beschädigungen zu vermeiden.

Wasser- Kann ich das Wasser in Kolumbien trinken?

Das Leitungswasser in Kolumbien ist chlorhaltig und sollte in der Regel nicht getrunken werden.  Achten Sie in Kolumbien auf ihre Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene, um Durchfallerkrankungen zu vermeiden. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein möchten, verwenden Sie nur abgekochtes oder abgefülltes Wasser zum Zähneputzen und Spülen. In den Großstädten ist die Wasserqualität befriedigender als im ländlichen Raum. Obwohl Kolumbien zu einem der wasserreichsten Länder zählt, hat ein Teil der Bevölkerung noch immer keinen Zugang zu sauberem Wasser. Gehen Sie stets sparsam und respektvoll mit der Ressource Wasser um.


Sicherheit- Ist Kolumbien ein sicheres Reiseland?

Kolumbien ist ein Reiseland, welches von Touristen ungehindert bereist werden kann. Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Der Ruf von Drogen und Kriminalität wird dem Land nicht mehr gerecht. Dies bestätigt sich auch, in den stark steigenden Touristenzahlen. Kolumbien ist bemüht einen positiven Imagewandel herbeizuführen und Infrastruktur und Bildungseinrichtungen zu fördern. Es gibt noch Regionen im Land, welche nicht für Reisende zu empfehlen sind, jedoch kann Kolumbien gut und gerne mit einem gesunden Maß an Vorsicht bereist werden. Wie in allen südamerikanischen Ländern gilt es, teuren Schmuck und Wertgegenstände nicht offen zur Schau zu stellen. Bewahren Sie ihre Wertsachen sicher auf und lassen Sie ihre Getränke in Bars nicht unbeaufsichtigt. Bei Nacht sollten Sie, je nach Viertel vermeiden, alleine unterwegs zu sein und inoffizielle Taxen zu benutzen.