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Landesinformationen zu Bolivien

Willkommen in Bolivien, dem Land im Herzens Süd Amerikas. Bolivien gilt als Juwel des Kontinents und dies zurecht. Reich an Traditionen und Naturhighlights. Egal ob Trekking in den Anden, Bestaunen der Kolonialbauten in Sucre oder Besuchen der Märkte in La Paz, Bolivien begeistert mit seiner Gastfreundschaft und der Authenzität seiner Kultur. Besondere Höhepunkte bietet der Lago Titicaca, die Uyuni Salzwüste und die rotgefärbte Laguna Colorada. Tauchen Sie ein in die Kultur des Landes, genießen Sie die einheimische Küche und bestaunen die Naturschauspiele.


Lage-Wo liegt Bolivien?

Bolivien liegt im Herzen Süd Amerikas, inmitten des Kontinents. Umschlossen wird es im Norden und Osten von Brasilien, im Süden von Paraguay und Argentinien. Im Westen grenzt es an Chile und Peru. Somit ist es eines der wenigen Länder Süd Amerikas ohne eigene Küste, durchzogen von den Anden und geprägt von vielfältigen Höhenlagen. Bolivien liegt auf der südlichem Hemisphäre. Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt minus sechs Stunden zur Sommerzeit. In der Winterzeit sind es minus fünf Stunden Unterschied.


Einreisebestimmungen- Was sollte ich beachten?

Visa

Für die Einreise nach Bolivien brauchen Sie kein Visum. Für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen reicht ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens sechs Monaten, sowie ein Ausreiseticket. 

Impfungen

Es sind keinerlei Impfungen für die Einreise nach Bolivien vorgeschrieben. Eine Impfung gegen Gelbfieber wird jedoch stark empfohlen. Des Weiteren ist die Reiseschutzimpfung für Hepatitis A, sowie Masern neben den herkömmlichen Impfungen dienlich.


Klima- Welches Klima herrscht in Bolivien?

Bolivien liegt in den tropischen Breiten. Aufgrund seiner extremen Höhenunterschiede, variiert das Klima innerhalb des Landes jedoch stark. Bolivien lässt sich in drei Klimazonen einteilen. Die gemäßigte Talzone, die subtropischen Feuchtgebiete, sowie das Hochland mit einer Höhe von 3000 bis 5000 Höhenmetern. Die Jahreszeiten sind von der heißen Regenzeit und kühlen Trockenzeit gezeichnet. Regenzeit dauert in Bolivien von Dezember bis April an. Trockenzeit verläuft von Mai bis November. Die Hauptstadt la Paz, Potosi, Salare und der Lago Titicaca liegen im Hochland. Das Klima ist hier trocken und gemäßigt kühl. Bei Bewölkung senken die Temperaturen auf bis zu 12 Grad ab, bei sonnigen Tagen steigt sie auf über 20 Grad. In den subtropischen Feuchtgebieten liegen sie bei über 25 Grad aufwärts. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind hier stärker als zwischen Sommer- und Winterzeit. Nachts können in unseren Sommermonaten (Juni, Juli, August)  bis zu 20 Minusgrade erreicht werden, wogegen die Tagestemperatur bei 10 bis 20 Plusgraden liegt.


Kleidung- Welche Kleidung sollte ich einpacken?

Die Wahl ihrer Kleidung sollten Sie an Ihre Reiseroute und Reisezeit anpassen. Beachten Sie dabei die extremen Temperaturunterschiede innerhalb des Landes. Wetterfeste Kleidung, Sonnenschutz und warme Pullover sollten auf Ihrer Packliste nicht fehlen. Aufgrund der Höhe, ist die Sonneneinstrahlung trotz niedriger Temperaturen tagsüber gefühlt deutlich wärmer und verleitet zu leichter Kleidung. Am Abend benötigen Sie meist etwas Wärmeres zum Anziehen. Dies gilt auch in den Sommermonaten während der Regenzeit. Bedenken Sie auch ein Sonnenschutzmittel oder einen Sonnenhut zu tragen. Flache Schuhe sind aufgrund der Pflastersteine und unebenen Wege ratsam. 


Besondere Orte in Bolivien

Bolivien hat eine Vielzahl an kleinen Naturspektakeln zu bieten, viele davon noch sehr wenig touristisch genutzt. Zwei absolut zu recht stark etablierte Höhepunkte des Landes möchten wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen:

  • Lago Titicaca: Der Titicacasee. Tiefblaues Wasser, schneebedeckte Berge im Hintergrund, Momente die das Herz berühren. Ein See auf der Höhe von 3810 Metern inmitten der Anden. Mit einer Fläche von 8300 Quadratkilometern ist er der Zweitgrößte See ganz Südamerikas und der größte Schiffbare See weltweit. Die Grenze zu Peru durchläuft den Titicacasee. Rund 46% werden der bolivianischen Seite zugeschrieben. Der Besuch des Titicacasees ist ein nachhaltig beeindruckendes Erlebnis und wird von vielen Reisenden als das Highlight ihres Aufenthaltes beschrieben. Anlaufstelle auf der bolivianischen Seite ist meist das Städtchen Copacabana. Gemütliche Hotels mit Seeblick, Restaurants auf Dachterrassen und entspannte Bars säumen den Ort. Copacabana liegt am Fuße des Hausbergs Cerro Calvario und hat eine hübsch anzusehende Kathedrale welche als Pilgerstädte gilt. 

    Von Copacabana aus können Sie Bootstouren auf dem Titicacasee unternehmen. Diese führen zu den Inseln Isla del Sol (Sonneninsel) und Isla de la Luna (Mondinsel), Namen mit der sagenumwobenen Inka-Geschichte verbunden sind. Die Inseln sind komplett Verkehrs und WLAN frei.Wandern Sie über die Insel, entdecken Sie Inkaruinen und Terrassen, genießen Sie die Aussicht auf die schneebedeckte Königskordillere und probieren Sie kulinarische lokale Gerichte in familiärer Atmosphäre. Das Baden bei 10-13 Grad Wassertemperaturen bleibt den Badelustigen vorbehalten.

  • Salar de Uyuni: In Uyuni finden Sie die weltweit größte Salzpfanne der Welt, die Salar de Uyuni. Mit rund 10.000 Kilometern weist sie eine beeindruckende Größe auf. Das Salz wird auf etwa 10 Milliarden Tonnen geschätzt. 25.000 davon werden in etwa pro Jahr abgebaut. Während der Trockenzeit können Sie eine weiß strahlende Wüste rein aus Salz erkunden. In der Regenzeit verwandelt sich die eindrucksvolle  Salzwüste flächendeckend in eine spiegelnde Oberfläche. Es ist ein einzigartiges Erlebnis. In der Salzwüste gibt es eine kleine Insel mit unzähligen Kakteen. Besonders reizvoll ist Salar de Uyuni bei Sonnen Auf- und Untergang. Bei Wolkenfreiem Himmel rauben einem die Sternenbilder in 100% reiner Luft den Atem. Die Weite Uyunis wird am besten mit einem Guide per PKW erkundet. Touristen machen gerne Bilder mit optischer Täuschung der Größen Verhältnis. Ein Besuch des Uyuni - Salars lässt sich gut mit einer Lagunen Tour und Trip in den Eduardo Avoarar Nationalpark verbinden.

Bolivien weist eine Vielzahl von Nationalparks auf. Darunter der Sajama Nationalpark hoch oben in den Anden an der Grenze zu Chile mit in den Himmel ragenden rauchenden Vulkanen und einer artenreichen Hochgebirgsflora sowie das National Reservat de Fauna Andina Eduardo Avoaroa mit seinen heißen Quellen, Vulkanen und der Laguna Colorada, bekannt für die intensivrote Farbe und für den Aufenthaltsort von unzähligen Flamingos, sowie die Laguna Verde und die Laguna Blanca. Auch das Trekking durch die Anden zählt zu den faszinierenden Erlebnissen in dem Andenstaat. Der Madidi Nationalpark im Regenwald des Landes ist ein weiteres Besuchens Wertes Ziel.


Reisezeit- Wann ist die beste Zeit für eine Bolivienreise?

Bolivien ist eine ganzjährige Reisedestination. Die Hauptsaison fällt auf die Trockenzeit von Mai bis November. Blauer Himmel und  wenig Niederschlag bieten optimale Bedingungen für Outdooraktivitäten. Während der Regenzeit kommt es häufig zu Überschwemmungen und Verschlammung von Wegen, was zu Beeinträchtigungen führen kann. Für den Besuch des Madidi Nationalpark und Outdoorsport wie Trekking und Mountainbiking empfiehlt sich ein Besuch während der Trockenzeit.

Der Titicacasee ist ganzjährig ein Highlight. Ebenso der Salar von Uyuni. Während die Trockenzeit die eindrucksvolle, weiße Salzpracht offenbart, verwandelt die Regenzeit die Salzwüste in einen beeindruckenden Spiegel. Wenn Sie aufgrund der phänomenalen Sternenbilder nach Uyuni möchten, sollten Sie während der Trockenzeit anreisen. In der Regenzeit sind diese häufig hinter den Wolken verborgen. Wer gerne Festlichkeiten in den Städten miterleben möchte, reist am besten zu Karneval im Februar oder Ostern im April an.


Städte- Was erwartet mich?

  • La Paz: La Paz ist eine der Höchstgelegenen Metropolen weltweit. Inmitten eines Talkessels in den Anden liegt La Paz auf einer Höhe von rund 3400 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist die Drittgrößte Stadt des Landes. Der einst zugehörige Stadtteil El Alto am Kesselrand ist inzwischen eine eigenständige Stadt mit einer Million Einwohner und bildet gemeinsam mit La Paz das bevölkerungsdichteste Ballungszentrum Boliviens. Das weltweit größte Seilbahnnetz mit 33 Kilometer, 10 Linien und 26 Stationen verbindet die beiden Städte im Personennahverkehr. La Paz dient als Regierungssitz des Landes und bildet ebenso das kulturelle Zentrum. Bekannt ist La Paz für seine bunten Märkte, Theater und traditionellen Folklore Tänze. Sehenswerte historische Gebäude, schmucke Andenbarockkirchen mit Inkagold ausgestattet, interessanten Museen und attraktive Ausflugsziele machen La Paz zu einer idealen Basis für Touren. Nahe La Paz befindet sich Tiwanaku eine der bedeutungsvollsten präkolumbianischen Stätten in den Anden auf rund 4.000 Metern gelegen, sowie das Valle de la Luna, welches mit abstrakten Felsformationen erstaunt. 
  • Sucre: Sucre erwartet Sie mit warmem, freundlichem Klima. Auf einer Höhe von rund 2700 Metern liegt die offizielle Hauptstadt es Landes. Mit einer Einwohnerzahl von knapp 350.000 ist sie die fünftgrößte Stadt des Landes. Ihre Regierungsaktivitäten wurden inzwischen jedoch Großteils nach La Paz ausgelagert. Sucre wartet mit altehrwürdigen Bauten auf und gehört als Besterhaltene Kolonialstadt Süd Amerikas seit 1992 zu den UNESCO Weltkulturerben. Ihre prachtvollen Häuserfassaden und kleine Gassen laden zum Schlendern und Träumen ein. Sucre erstrahlt mit weiß getünchten Bauten und roten Ziegeldächern und über 20 gut erhaltenen weißen Kirchen. Als Universitätsstadt versprüht sie einen jugendlichen Charme und verbindet Generationen miteinander. Das Hauptgeschehen findet auf dem Plaza statt. Regionale Köstlichkeiten können auf den Cholo Märkten probiert werden. Wenige Autominuten von Sucre entfernt liegt an einer 1 km langen Sandsteinwand die gewaltigen Cal Orck'o Klippe mit tausenden von Fußspuren von Dinosauriern, eine etwa 70 Millionen Jahre alte Sehenswürdigkeit. Der Park weißt spektakuläre lebensgroße Dinosaurier in natürlicher Umgebung auf. Wer sich die Zeit in Sucre für das Wochenende vormerkt, sollte auf keinen Fall den eindrucksvollen Indigenen Sonntagsmarkt in Tarabuco missen.
  • Santa Cruz: Santa Cruz de la Sierra ist die größte Stadt Boliviens und gilt als wirtschaftliches Zentrum des Landes. Sie liegt in der fruchtbaren Flachlandebene am Rande der Bergkette Cordillera Oriental auf rund 400 Metern Höhe. Santa Cruz ist eine moderne Stadt mit breitaufgestellten Kulturellen Einflüssen. Sie bietet vielfältige Kulinarik und Museen und dient touristisch vor allem als Ausgangspunkt zu Attraktionen im Osten des Landes. Wenige Stunden von Santa Cruz entfernt liegt die reizende Kleinstadt Samaipata, ein beliebter Urlaubsort für Bohemiens. Ihre Hauptattraktion ist die Prä-Inka Stätte El Fuerte, in der sich die größte in Stein gehauene sakrale Festung der Welt befindet. Von Samaipata aus erreicht man auch den Parque Nacional Amboró, ein szenereiches Naturschutzgebiet aus Urwald und hochaufragenden roten Felsen. Dieser ist besonders geschätzt wegen seiner umfangreicher Vogel- Tier- und Pflanzenwelt. Des Weiteren finden Sie eine Tagesreise von Santa Cruz entfernt, die im tropischen Urwaldgebiet Chiquitania gelegenen, geschichtsträchtigen Jesuiten-Missionen. Prächtige Barockkirchen, aus Holz errichtet und liebevoll restauriert, erwarten den Besucher. Verträumte Dörfchen, kunstbegabte Indigene und traditionelle Kirchenchöre mit Musikern, die Geige, Harfe und Orgel beherrschen, sowie die stimmungsvolle Urwaldsatmosphäre machen einen mehrtägigen Besuch lohnenswert.

Wissenswertes vor Ort

Sprache

Die Amtssprache ist Spanisch. Darüber hinaus werden die traditionellen Sprachen Aimara, Ketschua und Gurani gesprochen. Die Kommunikation in Englisch gestaltet sich häufig schwierig. In Hotels, dem Touristensektor und mit einigen Beamten ist es oftmals möglich, jedoch nicht stark verbreitet im Land. Der Versuch ein klein wenig Spanisch zu sprechen, wird von der Bevölkerung mit großer Wertschätzung honoriert.

Währung

In Bolivien wird mit dem Boliviano (Bs / Bol) gezahlt. 100 Centimos entsprechen einem Boliviano. Es empfiehlt sich das Geld aufgrund des sehr vorteilhaften Wechselkurses erst vor Ort zu tauschen. Euro und US-Dollar können in Wechselstuben, den Casas del Cambio problemlos getauscht werden. Alternativ ist dies auch in einer Bank möglich. Kartenzahlung ist im täglichen Geschehen nicht üblich. In den Städten sind Geldautomaten jedoch weit verbreitet. Vor einem ländlichen Trip sollte ausreichend Bargeld vorhanden sein. Es empfiehlt sich möglichst klein gestückeltes Geld zu verwenden, da in der Regel nur wenig Wechselgeld vorhanden ist.

 

Adapter

In Bolivien werden zwei Arten von Steckdosen verwendet. Steckdosen des Types A und des Types C. Deutsche Stecker können für den Typ C genutzt werden, jedoch nicht für Typ A. Dieser hat keine runden, sondern schlitzartige Öffnungen. Hier benötigen Sie einen Adapter. Hinzukommend wird in Bolivien mehr als eine Netzspannung verwendet! Diese läuft entweder auf 230 V bei einer Frequenz von 50 Hz oder aber bei einer Spannung von 115 V. In diesem Fall benötigen Sie gegebenenfalls einen Spannungswandler um ihre Geräte optimal nutzen zu können und keine Beschädigung zu riskieren. Spannungen und Steckdosen können nicht nur regional, sondern auch von Hotel zu Hotel variieren. 

Tipp: Bevor Sie sich jedoch einen Spannungswandler zulegen, überprüfen sie den möglichen Input ihres Geräts. Diesen finden Sie auf dem Etikett, Beipackzettel oder mit Ihrer Gerätenummer online. Insbesondere Ladegräte für Handys, Kameras, Laptops, Tablets und Zahnbürsten verfügen häufig über einen Input von 100-240V bei 50/60 HZ. In diesem Fall sind Sie International problemlos anwendbar.

Wasser

Das Leitungswasser in Bolivien sollte nicht getrunken werden. Verwenden Sie es nur in abgekochter Form. In Bolivien herrscht ein erhöhtes Risiko an Durchfallerkrankungen aufgrund verunreinigtem Wasser. Mittel zur Wasseraufbereitung erhalten sie in Bolivien in der Apotheke. Dies empfiehlt sich bei Nutzung zum Kochen oder Zähneputzen. Trink- und Abwasser Systeme sind in Bolivien im Ausbau, jedoch sind noch immer 35% der ländlichen Bevölkerung ohne Zugang zu sauberen Trinkwasser. Gehen Sie sparsam und respektvoll mit der Ressource Wasser vor Ort um.